Camping und Campingurlaub auf Sardinien

Camping-Sardinien
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Camping und Campingurlaub - die Reise mit dem Wohnmobil, dem Zelt oder einem Campingbus nach Sardinien ist äusserst beliebt. Deutlich über 100 Campingplätze bietet Sardinien – dabei findet sich jede Kategorie. Schon gleich zu Beginn: Wild Campen ist grundsätzlich verboten. Es gibt aber Möglichkeiten, die sich zwischen Campingplatz und freier Natur bewegen. Auf vielen Campingplätzen kann man auch ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen oder ein Holzhäuschen mieten. Allerdings: In der Saison ist auch das kostspielig und insbesondere die Monate Juli und August sind auf Sardinien stark frequentiert, so dass ein Campingplatz nicht wirklich viel Geld spart.

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Camping und Campingurlaub auf Sardinien: Die Saison, Alternativen zum Campingplatz und wild campen

Wann ist Camping-Saison auf Sardinien?

Wann genau Camping-Saison ist, das hängt von den persönlichen Vorliebenden des Reisenden ab. Von März bis etwa Mitte Mai kann es schon recht warm werden, aber eben auch empfindlich kalt – insbesondere in den Nächten. Wer nicht allzu empfindlich ist, findet gerade in dieser Jahreszeit eine herrlich grüne Umgebung und einsame Strände. Baisaison ist dann allerdings noch nicht. In der Regel gibt es aber schon die ersten Tage, die sich für einen Sonnenbad am Strand eignen. Das Gleich gilt für den November, der in etwa mit dem frühen Herbst in Mitteleuropa vergleichbar ist.

Hauptsaison mit warmen Tagen und Nächsten ist etwa ab Mitte Mai bis Mitte/Ende Oktober. In den Sommermonaten Juli und August kann es zu arger Hitze kommen. Ende Oktober wird es langsam wieder kühler und auch die ersten Regenfälle setzen dann gegebenenfalls wieder ein. In der Hauptsaison ist Regen sehr selten – in der Nebensaison kann er auch in Form von regelrechten Sturzfluten kommen. Wer also in der Nebensaison mit einem Zelt unterwegs sein will, sollte sich das gut überlegen.

Campingplätze übrigens sind oft nur während der Hauptsaison geöffnet und im Oktober wird es schon schwer, einen geöffneten Platz zu finden – das Gleiche gilt im April.

Alternative zum Campingplatz: Area sosta Camper

Stellplätze für den Camper finden sich unter der Bezeichnung “Area sosta Camper” (Deutsch: Wohnmobilparkplatz). In der Regel handelt es sich dabei um einen Stellplatz mit Wasser- und Stromanschluss, der in der Regel im ganzen Jahr verfügbar ist. Sie finden sich überall auf Sardinien und es gibt über 250 davon. Einige davon finden sich sogar in direkter Strandnähe. Die Ausrede “ich habe keinen Campingplatz oder Stellplatz gefunden” gilt also nicht. Die Preise liegen bei etwa 10,00 bis 25,00 Euro pro Tag – einige Stellplätze bieten sogar eine kostenlose Übernachtung an oder einen Minipreis, um dort zu schlafen. Eine Liste findet sich hier: Stellplätze Sardinien.

Agricampeggio: Campen auf dem Bauernhof

Eine weitere Alternative zum klassischen Campingplatz ist das so genannten Agricampeggio. Das sind Bauernhöfe, die in der Regel auch Zimmer oder Apartments vermieten und meist gibt es auch ein Restaurant. Einige davon bieten die Möglichkeit, auf dem Gelände auch zu campen und die Infrastruktur mit zu nutzen. Man kann dann eben von einem guten Frühstück, verfügbarer Infrastruktur wie etwa Duschen oder die Entsorgung von Müll profitieren. Das Agricampeggio liegt preislich kaum unter der Anmietung eines Zimmers. Allerdings: Die Bauernhöfe sind in der Regel ohnehin günstig, so dass man hier in der Regel trotzdem gut davon kommt. Wer der italienischen Sprache mächtig ist, kann auch einfach am Zielort oder Wunschort nachfragen. Oft findet sich ein hilfsbereiter Landwirt oder Grundbesitzer, der einem die Übernachtung erlaubt. Full Service gibt es dafür dann natürlich nicht, aber in der Regel einen guten Preis.

Camping auf Sardinien: Ein bisschen wild

Grundsätzlich ist wildes Campen auf Sardinien verboten. Allerdings: Insbesondere außerhalb der Saison gibt es sehr wohl Spielräume, die man nutzen kann. Unter Einhaltung einiger Regeln kann man “ein kleines bisschen wild” auf Sardinien unterwegs sein:

An Stränden, in der freien Natur und auch auf Privatbesitz (es finden sich überall entsprechende Schilder) haben Fahrzeuge und Campingausrüstung nichts zu suchen. Die Strafen dafür fallen teils drakonisch aus. Bis zu 2000 Euro kann ein Fehlverhalten kosten, beispielsweise wenn man im Naturschutzgebiet erwischt wird.

Wer mit dem Camper unterwegs ist und am Abend ein Gläschen Wein zu viel getrunken hat, darf ruhig auch im Camper übernachten – das stellt kein Problem dar. Wer einige Regeln einhält, kann also durchaus mal eine Nacht ohne Fahrt auf den Campingplatz verbringen, sollte sich dabei aber die anderen Verhaltensregeln halten.

Außerhalb der Saison ist man vor Ort eher geneigt, mal ein Auge zuzudrücken. Aber ob man es darauf ankommen lassen will, ist fragwürdig. Du solltest keine Wege oder Zufahrten versperren und wo Verbotsschilder stehen, da bleibt man eben einfach weg.

Das Fernhalten von Privatgrund, Naturschutzgebieten oder Stränden ist wichtig. Müll muss mitgenommen werden. Ganz grundsätzlich sollten keine Spuren hinterlassen werden.

Die Brandgefahr auf Sardinien ist riesig – gerade im Sommer, wenn die lauen Nächte zum Campen einladen. Offenes Feuer ist deswegen streng verboten. Auf das Grillen und Lagerfeuer sollte man also besser verzichten. Außerdem ist es sinnvoll, außerhalb von Campingplätzen auf Fluchtmöglichkeiten vor Feuer zu achten, denn die Großbrände jedes Jahr sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Auch wenn es in einigen Ecken kein Problem ist, ausnahmsweise ohne Stell- oder Campingplatz zu übernachten: Wo “Camping vietato in tutto il territorio” steht, ist Camping nicht erlaubt. Hier fährt die Polizei in der Regel Streife an den Stellen, die beliebt zum Abstellen sind. Typischerweise sind das besonders touristische Orte wie etwa Cala Gonone. Auch in den künstlich angelegten Ortschaften, die nur aus Ferienhäusern bestehen, sollte man sich tunlichst fern halten. Villagio turistico heissen diese Orte und sie werden gut bewacht.

Außerhalb von Campingplätzen muss man sich auf Tiere einstellen. Das reicht von Wildschweinen bis hin zu Hunden oder Katzen und Mardern, die einem unter Umständen einen Besuch abstatten. Es ist nicht sonderlich schlau, Essensreste draussen stehen zu lassen, denn das lockt unerwünschte Besucher an – zum Beispiel auch Ameisen, die äusserst lästig werden können und in diesem Fall spielt es dann auch keine Rolle, ob man auf einem richtigen Campingplatz steht oder auf einer Area sosta Camper übernachtet.

Aree sosta Camping: Die schönsten Stellplätze

Die vorher bereits erwähnten Stellplätze bieten eine günstige Alternative zum klassischen Campingplatz. Ganzjährig geöffnet und in allerbester Lage - mit direktem Meerblick oder direktem Strandzugang - diese Stellplätze habe ich für Euch heraus gesucht. Einige sind kostenlos. Berücksichtigt dabei, dass Bars und Restaurants unter Umständen außerhalb der Saison geschlossen sind. Manchmal ist ein Parkplatz oder Stellplatz auch für eine Weile "lahmgelegt" wegen Bauarbeiten oder ähnlichem. Es ist deshalb empfehlenswert, zunächst zu prüfen, ob der Platz offen ist. Diejenigen, die eine kostenlose Übernachtung anbieten, sind ab 20.00 Uhr besonders interessant, einige sind komplett kostenlos, wieder andere kosten einen relativ kleinen Betrag. Beachtet bei der Anfahrt, dass in der Umgebung das Parken mit einem Wohnmobil oder Camper gegebenenfalls nicht erlaubt ist.

Arbus (nahe Buggeru, Masua und Nebida sowie Piscinas), Strada Comunale Scivu, Koordinaten: 39.49427, 8.41441, Parkplatz mit WC, Dusche, Bar, Abendessen auf Bestellung, direkt am Meer in den Dünen mit einer Treppe zum Strand hinunter. Mit etwas Glück bekommt man hier einen Stellplatz mit Blick auf das Wasser und den Strand. 10,00 EUR pro Tag, Übernachtungen von 20.00 bis 08.00 Uhr sind kostenlos. Rund um Buggeru, Nebida, Masua.

Castiadas (zwischen Cagliari und Villasimius), Cala Sinizias, 39.18933, 9.56268, Parkplatz mit Dusche, WC und Bar (ähnelt einem Kiosk, hier gibt es auch Sonnenschirme und eine Tauchbasis), es gibt 15 Plätze für Camper in direkter Nähe zum Strand, Kostenlose Übernachtung – aber kein Camping, wer mittags ankommt kann 50 Meter vor dem Parkplatz anhalten, im Gemeindegebiet ist das Parken mit Wohnmobil verboten. Rund um Cagliari und Villasimius.

Castelsardo (Etwa in der Mitte der Nordküste), Koordinaten 40.91143, 8.72099, Es handelt sich hier lediglich um einen beleuchteten Parkplatz ohne jeden Service, wer von Olbia kommt und den Schildern nach Castelsardo folgt, kann den großen Parkplatz an der Hauptstrasse gar nicht verpassen. Wer aus der anderen Richtung kommt, folgt in Castelsardo den Schilder nach Santa Teresa Gallura. Die Ortschaft Castelsardo liegt direkt hinter dem Parkplatz. Es gibt keinen direkten Strandzugang, dafür aber tolle Blicke auf Castelsardo und das Meer. Rund um Castelsardo.

Fertilia (bei Alghero) an der Nordwestküste Sardiniens, Lungomare Rovigno 14, Koordinaten 40.5921, 8.28612, Parkplatz ohne jeden Komfort (keine Dusche, Toilette oder ähnliches). Der Standplatz hier ist kostenlos und liegt in direkter Umgebung von Bars, Cafés, Restaurants und so weiter. Außerdem bietet der Parkplatz Meerblick und einen schnellen Zugang zum Strand. Rund um Alghero.

Porto Pino di Sant'Anna Arresi im Südwesten, Via Corru Mancio, Koordinaten: 38.95769, 8.62116, Ein Stellplatz mit Bar (keinerlei weiterer Service) an einem der schönsten Sandstrände Sardiniens in Porto Pino, Geschäfte und Restaurants/Bars finden sich in direkter Nähe – genauso wie der schöne Strand von Porto Pino. Rund um Porto Pina, Pula und Chia.

Stintino, Località La Pelosa im Nordwesten, Koordinaten 40.96024, 8.21147, Stellplatz bzw. Parkplatz direkt am herrlichen Strand La Pelosa. Vorsicht – in der Saison ist bei La Pelosa sehr viel los, ausserhalb der Saison findet man auch hier noch ein hablwegs ruhiges Eckchen. Kostenlos von 20.00 bis 08.00 Uhr, es ist sinnvoll, hier erst ab 20.00 Uhr anzukommen. Rund um Stintino und Porto Torres.

Quartu Sant'Elena beziehungsweise Cagliari im Süden, Viale Poetto, Koordinaten: 39.2156, 9.1783, Direkt am schönen Stadtstrand von Cagliari (Quartu Sant'Elena geht übergangslos in Cagliari über), kostenlos, mit Wasseranschluss, am Strand finden sich zahlreiche Bars und Restaurants – auch Supermärkte sind in Quartu Sant'Elena nicht weit entfernt. Eine wunderbare Möglichkeit für eine Erkundung der Hauptstadt Cagliari. Rund um Cagliari.

Buggeru an der Westküste, SP83, Koordinaten 39.41730, 8.41154, Stellplatz San Nicolao für Camper mit Dusche und WC sowie Bar und Restaurant, die Bar hat ausserhalb der Saison aber gegebenenfalls geschlossen. Der Stellplatz liegt direkt an der Verbindungsstraße zwischen Portixeddu und Buggeru mit herrlichem Blick auf das Meer. Direkt hinter dem Parkplatz gibt es auch Wanderwege. Der ausgedehnte Sandstrand von Portixeddu findet sich direkt neben dem Stellplatz. Rund um Buggeru, Nebida, Masua.

Siniscola, Capo Comino an der Ostküste, Koordinaten 40.5412, 9.7957, Stellplatz in direkter Nähe des Strandes am schönen Capo Comino mit Dünen und Pinienwald, von 20.00 bis 08.00 Uhr ist die Übernachtung hier kostenfrei und es gibt keinerlei Service wie Duschen, WC oder Wasser und Strom. Am Strand von Capo Comino findet sich ein Restaurant und eine Bar, im Ort ebenfalls. Größere Einkäufe kann man hier in der kleinen Siedlung aber nicht machen. Rund um das Capo Comino.

Olbia, Hafen, im Nordosten Koordinaten 40.92174, 9.5057, Dieser Stellplatz ist praktisch für die Überfahrt mit der Fähre zum italienischen Festland, in direkter Nähe zum Hafen in Olbia gelegen, kostenlos und mit Blick aufs Meer. Auch hier ist keinerlei Service zu erwarten. Die Stadt Olbia liegt aber rundum, so dass auf jeden Fall Restaurants, Supermärkte, Eisdielen, Cafés, Ladengeschäfte und andere Infrastruktur in direkter Nähe zu finden ist. Olbia ist ausserdem durchaus einen Ausflug wert. Rund um Olbia.

Cabras bei Oristano an der Westküste, SP 59 Località Is Arutas, Koordinaten 39.95338, 8.40309, Am Reiskornstrand Is Arutas, der traumhaft weiss daher kommt liegt dieser Stellplatz. Hier gibt es ein WC und eine Dusche sowie eine Bar. Wie immer: Außerhalb der Saison ist nicht sicher gestellt, dass die Bar geöffnet ist. Von 20.00 bis 08.00 Uhr ist die Übernachtung kostenfrei – also am Abend kommen, wenn es günstig werden soll. Der direkte Zugang zum Strand von Is Arutas in spektakulär schöner Natur ist ein echtes Erlebnis. Is Arutas liegt relativ weit entfernt von größeren Ortschaften. Rund um Oristano, Cabras und die Sinis-Halbinsel.

Putzu Idu an der Westküste, Sa Mesa Longa, Koordinaten 40.04352, 8.39816, Direkt am Capo Mannu und dem Strand in Putzu Idu – hier fühlen sich im Frühjahr vor allem die Surfer wohl. Außer einer Bar und einem Restaurant gibt es hier nichts weiter, aber die Lage dieses Stellplatzes ist toll. Rund um Oristano, Cabras und die Sinis-Halbinsel.

La Caletta an der Ostküste, Via Palerma 52, Koordinaten 40.60559, 9.74928, Dieser Stellplatz an der Nordostküste Sardiniens liegt am Strand La Caletta, der sich direkt gegenüber des Stellplatzes findet; am Ortsrand von La Caletta. Hier steht immerhin eine Dusche zur Verfügung, sonst aber nichts weiter. In La Caletta dagegen gibt es Alles, was man zum Leben braucht und es ist auch in guter Ausgangspunkt für Erkundungstouren in der Region. Rund um La Caletta.

Orosei an der Ostküste, Beim Restaurant/Bar Osalla Beach Garden findet sich ebenfalls ein Wohnmobilstellplatz - direkt am Strand Osalla vor Orosei, eine warme Dusche gibt es hier sowie eben das Café/Restaurant Osalla Beach Garden. Für einen Blick auf das bezaubernde Orosei und die Umgebung ist dieser Stellplatz eine super Sache. Rund um Orosei.

Santa Maria Navarrese an der Ostküste, Am Strand von Santa Maria Navarrese (nahe Tortoli und Arbatax) kann man von Mitte April bis Mitte Oktober für etwa 22 EUR/Tag unterkommen: Via del Mare, 08040 Santa Maria Navarrese. Die Entsorgung der Chemietoilette, Wasseranschluss und Stromanschluss sind hier vorhanden. Restaurants, Bars/Strandbars, Supermarkt und andere Annehmlichkeiten finden sich ebenfalls in direkter Umgebung - genauso wie der Strand. Rund um Arbatax, Tortoli, Santa Maria Navarrese.

Teulada (nahe Porto Pino, Chia und Pula sowie Nora) im Südwesten Sardiniens, Parcheggio Capo Malfatano an der SP71 (Koordinaten: N 38.89501, E 8.79856 ). Dieser Stellplatz kostet nichts, bietet aber auch keinerlei Service. Dennoch: Rund um die Strände von Chia sowie das Städtchen Pula und die Grabungen von Nora sind entsprechende Plätze rar. Man steht hier direkt am Meeresufer bzw. mit Blick und Zugang zum Strand. Rund um Pula, Chia, Porto Pino.

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