Geologie

Geologie-Sardinien
Geologie-Sardinien

Die Geologie der Insel Sardinien lässt nichts zu wünschen übrig. Professionelle Geologen wissen das selbstverständlich. Aber auch Hobby-Geologen oder Gesteins- und Mineraliensammler dürften um die Schätze Sardiniens wissen. Wer einfach nur einen Blick auf die Landschaften werfen will und dabei ein wenig nachvollziehen mag, wie diese entstanden sind, wird auf Sardinien ebenfalls zufrieden sein.

Karte-Sardinien

Erdgeschichte und Geologie live erleben

Die Erdgeschichte Sardiniens

Die Erdgeschichte Sardiniens reicht weit zurück. Geologisch gesehen ist die Insel stabil und hat ihre bewegten Zeiten hinter sich. Erdbeben sind etwa im Gegensatz zum Festland Italiens hier nicht zu erwarten. Einst war Sardinien mit Korsika verbunden und beide Inseln gehörten zum Urkontinent. Die Verschiebungen der Kontinentalplatten, die auch für die Entstehung der Alpen verantwortlich sind, sorgen für eine Abtrennung von Sardinien und Korsika von Europa. Es entstand eine sogenannte Mikroplatte – eine eigenen Kontinentalplatte. Nicht umsonst wird Sardinien gerne „der kleine Kontinent“ genannt. Die waltenden Kräfte während der Abspaltung sorgten auf Sardinien außerdem für Gebirgsbildungen, die dann lange Zeit verschiedenen Abtragungen sowie Hebungen und Senkungen ausgesetzt waren.

Darauf folgten dann Überflutungen, die für Sedimentgesteine wie Kalk und andere gesorgt haben. Die Herkunft vieler Gesteine aus der damaligen Unterwasserwelt ist leicht anhand der Form nachvollziehbar. Nach den Überflutungen kam es dann durch tektonische Aktivitäten wieder zu einer Hebung, die viele Gesteine und Mineralien schuf oder über den Meeresspiegel hob.

Geologie Sardiniens live erleben

Wer sich für Geologie und fantastische Formationen interessiert, ist auf Sardinien genau richtig. Es finden sich Mineralien und Gesteine fast aller Erdzeitalter auf der Insel. Im Westen der Insel, rund um Oristano finden sich vor allem vulkanische Gesteine. Die Basalthochebene “Giara di Gesturi” mit ihren Wildpferden und die Gegend rund um diese Hochebene sind davon stark geprägt. Mehr Infos findet Ihr im Beitrag rund um die Giari di Gesturi. Im Gebiet des Monte Arci finden sich ebenfalls die Spuren vulkanischer Gesteine – vor allem war der dort vorkommende Obsidian wichtig im Rahmen der Geschichte Sardiniens.

Kalkstein kommt auf Sardinien ebenfalls sehr häufig vor. Im Gegensatz zu den vulkanischen Gesteinen, die durch Eruptionen und anschließende Erkaltung entstehen, ist der Kalkstein ein sogenanntes Sedimentgestein. Er entsteht durch Ablagerungen. Der durchlässige Kalkstein lässt auf Sardinien neben den Gebirgen vor allem großartige Höhlen entstehen. Diese Höhlen und Tropfsteinhöhlen finden sich beispielsweise entlang der Küste des Gennargentu/Supramonte an der Westküste Sardiniens, an der Küste bei Alghero und auch im Gebiet des Iglesiente. Die wohl größte und bekannteste Attraktion ist die Grotte Nettuno oder Neptunsgrotte bei Alghero.

Granit findet sich vor allem in der Gallura im Norden der Insel. Auch rund um den Gebirgszug der Sette Fratelli (Region Costa Rei, Villasimius und mehr) im Süden der Insel handelt es sich um ein Granitgebirge auf Sardinien. Auch der Granit ist vulkanischen Ursprungs. Genauso findet sich Quarz auf Sardinien. Er entsteht durch Kristallisation im Rahmen von Gesteinsschmelzen und ist deshalb oft in der Gegend rund um vulkanische Gesteine zu finden.

Alles in allem ist Sardinien ein riesiges Outdoor-Museum in Sachen Geologie. Man muss kein Experte sein, um die großartigen Felsformationen, bizarre Landschaften, Höhlen, Grotten und sehr unterschiedlichen Gebirge schön zu finden. Die Erdgeschichte hat hier großartige Eindrücke geschaffen, die sich im Rahmen einer Wanderung, eines Spaziergangs oder auch bei einer Rundfahrt erkunden lassen.

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