Telefon und Internet auf Sardinien

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Auch wenn sich die Sarden nicht als Italiener fühlen: Politisch gehört Sardinien zu Italien. Dementsprechend sind auch die Anbieter im Bereich Telefon und Internet die in Italien aktiven Unternehmen. Ein Handy mitnehmen – das gehört heute zum ganz normalen Standard im Urlaub. Allerdings sind teure Roaming-Gebühren für die Nutzung einer Verbindung ins Internet (Datenroaming) noch immer ein Problem. Empfehlenswert ist aus diesem Grund eine Alternative oder Ergänzung. Im ersten Schritt lohnt sich ein Blick auf den vorhandenen Datentarif - in vielen Fällen umfasst der Mobilfunkvertrag eine Nutzung im europäischen Ausland für Daten (also für die Internet-Nutzung) ein gewisses Datenvolumen. Wer häufig im Netz ist, sollte aber eher den Tarif auf einen besseren Europa-Tarif erweitern oder vor Ort eine ergänzende Lösung suchen.

Karte-Sardinien

Sorgenfrei Telefonieren und ins Netz

Anbindung in Ferienunterkünften für gelegentliche Internet-Nutzung

Die meisten Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind nach heutigem Stand mit einem WLAN ausgestattet und erlauben so den Zugang zum Internet. Die Verbindungen sind allerdings häufig erstaunlich langsam. Auch in vielen Cafés ist es kein Problem, online zu gehen. In puncto Datensicherheit ist das allerdings nicht ratsam und der Zwang zum Preisgeben der E-Mail-Adresse hat in der Regel eine Berieselung mit Werbemails zur Folge. Wer viel Online ist und etwa Whatsapp als Alternative zum Telefonieren verwenden will oder gar vor Ort arbeitet und die neuesten Fotos bei Facebook hochladen will, wird mit diesen Lösungen in der Regel nicht zufrieden sein. Wer nur sehr vereinzelt Online geht, der kommt mit einer Anbindung in der Ferienunterkunft in der Regel aus. Vorher nachzufragen ist aber wichtig, denn noch immer stellt nicht jede Unterkunft die Anbindung zur Verfügung.

Telefonieren auf Sardinien

Das Telefonieren ist glücklicherweise seit dem Fall der Roaming-Gebühren für normale Telefonate (also nicht via Internet) unter den Tisch gefallen.

Italienisches Internet: Prepaid-Karte vor Ort kaufen

Vor Ort eine Telefonkarte mit Telefon- und/oder Datentarif kaufen – das ist der Gedanke, der sich aufdrängt. Aber: In Italien kann man eine solche Karte nur dann erstehen, wenn man eine italienische Steuernummer vorlegen kann. Diese Steuernummer wird von italienischen Behörden vergeben und umfasst Bestandteile, die Rückschlüsse auf den Namen zulassen. Mit der Steuernummer zusammen muss dann der Ausweis vorgezeigt werden. So lässt sich also die Steuernummer nicht einfach übertragen und hat nichts mit der Steuernummer, die wir aus Deutschland kennen, gemeinsam. Es gibt zwar Ausnahmeregelungen für Ausländer. Das funktioniert an Flughäfen ganz gut. Aber auf dem Land wird es meist sehr schwierig – die Rechnung geht nicht auf, wenn kleine Ladengeschäfte schlichtweg keinen Datentarif oder Telefontarif herausgeben. Die Preise für Prepaid-Datentarife sind recht günstig - 20 Gigabyte für 20 Euro sind üblich. Wer Netflix schaut, stellt aber trotzdem am besten die Einstellungen auf niedrige Qualität um, denn bei hoher Qualität werden etwa 3 bis 3,5 Gigabyte pro Stunde gebraucht. Mit niederiger Qualität ist es sehr viel weniger, so dass selbst ein 3wöchiger Urlaub mit mittelmässigem Wetter (z.B. im Winter) problemlos damit abgedeckt ist.

Internet auf Sardinien mit anderen Lösungen

Dennoch: Die vorher beschriebenen Hürden sind kein Grund zu verzagen. Es gibt Mittel und Wege, auch auf der schönen Insel ständig online zu sein. Dafür benötigt Ihr einen Daten- und/oder Telefontarif, der in Italien funktioniert. Das mobile Netz auf Sardinien ist gut ausgebaut und oft sogar schneller, als die WLAN-Anbindung der Ferienunterkunft. Sicherer ist diese Lösung darüber hinaus auch. Ihr braucht dafür die folgenden Dinge:

Eine Prepaid-SIM-Karte, die im italienischen Netz funktioniert ist zunächst grundlegende Voraussetzung. Dazu braucht Ihr dann noch einige Hardware:

Ein Smarthphone um die Verbindung herzustellen. Hier bietet sich ein Zweithandy an – gegebenenfalls ein etwas älteres Gerät. Damit stellt Ihr sicher, dass Euer „normales“ Handy weiterhin wie gehabt genutzt werden kann.

Oder …

einen Surfstick, in den Ihr die Simkarte einlegen könnt. Der Nachteil des Surfsticks ist in der Regel die Tatsache, dass er nur ans Laptop angeschlossen werden kann. Da aber die Internetnutzung mit dem Handy äußerst beliebt ist, wird diese Möglichkeit dadurch leider ausgeschlossen. Dennoch handelt es sich dabei um eine sehr günstige Lösung, denn ein Surfstick kostet nicht viel.

Oder …

einen mobilen WLAN-Router. Diese Lösung kommt in Frage, wenn Ihr viel im Internet unterwegs seid und auch auf Euren Ausflügen, Wanderungen und während anderer Aktivitäten online sein wollt. Ein solcher mobiler WLAN-Router ist nicht ganz günstig, etwa 60 bis 90 Euro muss man dafür einplanen. Wer aber öfter auf Sardinien oder in Italien unterwegs ist, wird diese Lösung nicht mehr missen wollen. Es ist praktisch, denn so lässt sich auch von unterwegs mal eben schnell herausfinden, welche Sehenswürdigkeit in der Nähe ist oder das Straßennetz kann mit Google Maps abgerufen werden. Ein mobiler WLAN-Router ist ein kleines „Kästchen“ – etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel, in das die SIM-Karte eingelegt wird. Handy und/oder Laptop werden dann mit diesem Router verbunden, das funktioniert auch mit mehreren Geräten. Diese Lösung ist darüber hinaus auch die sicherste, da Ihr sozusagen Euer eigenes Netz mitbringt.

Noch ein Hinweis zu guter letzt: Wer über die Schweiz nach Sardinien fährt und aus einem anderen Land kommt, muss vorsichtig sein. Die EU-Daten- und Telefontarife gelten in der Regel nicht für die Schweiz. Im Zweifelsfall: Vorher beim eigenen Anbieter anrufen und nachfragen.

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