Ein großer Teil der Landfläche Sardiniens ist mit Bergen beziehungsweise Gebirgszügen bedeckt. Bis zu 1.834 Meter geht es hoch und im Winter schneit es in den Höhenlagen durchaus. Sogar Skipisten gibt es dann. Viele der Berge sind schroff und die Trails oder Wanderwege dort sind zum großen Teil nur für geübte Wanderer und Kletterer geeignet. Andere sind durchaus auch für leichte Wanderungen oder Spaziergänge gut. Die Gebirge auf Sardinien lassen insofern nichts zu wünschen übrig. Klanghafte Namen wie Sette Fratelli, Gennargentu, Monte Ferru, Monte Arci, Monti del Sulcis, Monte Arcosu oder Iglesiente und Monte Limbara verlocken zu aktivem Urlaub mit Bergwanderungen oder Klettertouren auf Sardinien.

In keinem Fall solltet Ihr im Hochsommer – also Juli und August – auf Tour gehen. Es wird gnadenlos heiss, insbesondere in felsigen Tälern klettern die Temperaturen dann deutlich über 40 Grad. Im Juni und September kann es ebenfalls schon sehr warm werden. Alle anderen Monate sind für die Erkundung der Bergwelt Sardiniens hervorragend geeignet. Nun aber los … meine Beschreibung der einzelnen Gebirgszüge hilft Euch sicherlich bei der Planung Eures Inselurlaubs.




Das größte Gebirge auf Sardinien: Gennargentu

karte-sardinien-lage-ogliastraDas Massiv des Gennargentu liegt in der Mitte der Insel, die Region heisst Ogliastra. Mit der Punta la Marmora erhebt sich der Gebirgszug am höchsten auf Sardnien – auf 1.834 Meter. Der Umfang des Gebirges ist beträchtlich – es lässt sich nicht innerhalb kurzer Zeit durchwandern. Aus diesem Grund solltet Ihr Euch dort ein bestimmtes Ziel suchen und von dort aus die Umgebung erkunden. So weit oben ist es deutlich kälter als im vorgelagerten Küstenstreifen, etwas warmes zum Anziehen ist gerade im Frühjahr und Herbst deshalb unabdingbar.

Das Gebirge zeigt sich insgesamt vielgestaltig – von schweren Bergtouren bis hin zum Klettern oder auch leichteren Wanderungen. Bei Villagrande Strisaili startet man zu leichteren Wanderungen der Nase nach. Sehr schroffe Berghänge für Kletterer und eng kurvige Straßen dagegen finden sich bei Ulassai/Jerzu/Gairo. Besonders anspruchsvoll mit Kletterstrecken ist eine Tour in die Schlucht Su Gorropu, eine der tiefsten Schluchten Europas. Man kommt bequem bis zur Schlucht, danach ist ein Guide zu empfehlen, der auch leichte Strecken aufzeigen kann. Bei Villanova Strisaili geht es in die Schluchten von Pirincanes und die Wasserfälle Rio ‚e Forru. Diese Tour sollte in den Sommermonaten mit wenig Regen unternommen werden, denn die Schluchten und Wasserfälle führen nach Regen im Frühjahr oder Herbst meterhohes Wasser mit sich und so kann die Tour gefährlich werden.

Der Gennargentu reicht bis ans Meer heran. Aus diesem Grund ist auch die Wandertour von Su Golgo zur Traumbucht Cala Goloritzé sehr beliebt. Von Baunei aus weisen Schilder nach „Il Golgo“ und dort zum Parkplatz, von dem aus die Tour los geht. Ohne Schatten, bei mittlerem Schwierigkeitsgrad ist man ca. 1,5 Stunden unterwegs. Vom gleichen Startpunkt aus führt eine leichte Wanderung in ca. 35 Minuten bis zur Cala Sisine – einer anderen Badebucht. Der Weg führt entlang eines Flusses und ist beschildert. Die gefälligen Ausläufer des Gennargentu bei Cardedu laden dagegen zu entspannten Spaziergängen durch Weinberge und andere Obst- und Gemüseanbaugebiete ein. Mehr rund um die gesamte Region findet Ihr im Beitrag rund um die Ogliastra mit Arbatax/Tortoli/Lanusei/Baunei und mehr.

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Gennargentu: Bei Jerzu, Ulassai und Gairo finden sich Steilhänge zum Klettern und Kurven für Motorräder. Die Ortschaften kleben steil und mit engen Gassen an den Hängen.

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Etwas gemächlichere Wanderungen sind in der Gegend rund um Villagrande Strisaili möglich. Auch hier wird man mit großartigen Ausblicken belohnt.

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Das Gebirge verändert ständig das Gesicht, um jede Ecke wartet etwas Neues. Weiter oben wird das Bild oft von Nadelhölzern geprägt, die sogar eher an heimische Wälder erinnern.

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Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe, Wildschweine und andere gehören dazu auf Sardinien. Sie sind überall anzutreffen, so auch im Gebirge des Gennargentu.

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Lavendel, Thymian, Ginster, Salbei und andere Pflanzen wachsen hier in großer Zahl. Besonders im Frühling lässt sich die Blütenpracht geniessen.

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Von Arbatax geht der Blick in Richtung Gennargentu und verdeutlich die Dimension des Gebirgszuges dabei doch nur in kleinen Teilen.

Monte Ferru – im Herzen der Insel

karte-sardinien-monte-ferruWas zunächst klingt, wie ein einzelner Berg, ist ein durchaus imposanter Gebirgszug. Der Monte Ferru erhebt sich bis auf 1.050 Meter und umfasst ein großes Gebiet. Er ist vulkanischen Ursprungs und stellt die größte vulkanische Erhebung auf Sardinien dar. Die Hänge bieten Spaziergänge über ruhige Seitenstraßen oder Wanderwege von den Küstenorten wie z.B. Cuglieri oder S’Archittu aus. Von Cuglieri in Richtung Santu Lussurgiu fährt man mit dem Auto mitten durch das Massiv. Von Cuglieri aus führen auch Wege und kleine, gut begehbare Straßen in die Berge.

Ein lohnenswertes Ziel dort findet sich neben spontanen Erkundungstouren im Tal des Riu S’Abba Lughida. Dort ergießt sich der Wasserfall von S’Istrampu ’e Massabari. Im Tal des Riu Sos Molinos findet sich S’Istrampu de Sos Molinos – ein Flußlauf mit herabstürzendem Wasserfall, der insbesondere nach Regen im Frühjahr oder Herbst ein herrliches Schauspiel bietet. Mehr zur gesamten Region findet Ihr im Beitrag rund um Oristano/Cabras/Putzu Idu/Sinis und auch im Beitrag rund um Bosa/Cuglieri.

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Monte Arci – „Der Kleine“ unter den Bergen

karte-sardinien-monte-arciDer Monte Arci ist von Oristano gut zu erreichen; auch von Cagliari aus dauert die Fahrt nur etwa 45 Minuten. Im Gegensatz zum Gennargentu ist das Gebiet des vulkanischen Monte Arci deutlich weniger touristisch. Vorsicht … wer hier auf Tour gehen will, sollte unbedingt auf den Hauptwegen bleiben. Nur allzu schnell verirrt man sich, das passiert sogar Einheimischen. Die reichen Obsidian-Vorkommen spielten in der Geschichte der Insel eine wichtige Rolle. Dementsprechend lassen sich hier viele Spuren der einstmaligen Inselbewohner entdecken. So kann man beispielsweise in Pau die neusteinzeitliche Ausgrabungsstätte „Su forru de is sintzurreddus“ oder das Museum zum Thema Obsidian besuchen. Der Nuraghenkomplex „Brunk‘ ‚e s’omu“ findet sich in Villaverde und in Morgongiori liegt das Grottenheiligtum „Sa domu de is coambus“. Wer sich für Geologie interessiert, sollte das Geo-Museum in Masullas besuchen, das darüber hinaus in einem ehemaligen Kloster aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist. Das gesamte Gebiet des Monte Arci ist ein Naturreservat, der höchste Berg misst 812 Meter. Damit ist der erloschene Vulkan eher klein – gemessen am großen Gennargentu und anderen Gebirgszügen. Eine ungewöhnlich gute Übersichtskarte findet Ihr auf der Homepage des Monte Arci. Wer sich dafür interessiert, hier einen Urlaub zu verbringen, findet mehr Infos über die Region rund um Oristano im passenden Beitrag.

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Sarrabus-Gebirge und Parco dei Sette Fratelli

karte-sardinien-sette-fratelliDer Naturpark Parco dei Sette Fratelli (sieben Brüder) liegt im Sarrabus-Gebirge und findet sich gar nicht weit entfernt von der Hauptstadt Cagliari.Auch aus der Küstenregion rund um Villasimius, Costa Rei und Muravera sind die Berge leicht erreichbar.  Die Anfahrt erfolgt über die SS125, der Parco dei Sette Fratelli ist dann beschildert. Folgt man den Schildern, erreicht man einen Parktplatz und ein Forsthaus (Caserma Forestrale).Man kann von hier aus aber auch einfach losgehen oder mit dem Auto noch weiter fahren. Das Gebiet ist Einheimischen beliebt – zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Hier lassen sich Spaziergänge genauso machen wie anspruchsvolle Wandertouren und es geht bis 1.016 Meter hinauf. Wanderwege stehen in großer Zahl zur Verfügung, von breiten Forstwegen bis hin zu kleinen Pfaden. Hier leben sardische Hirsche und weiter oben kann man mit viel Glück vielleicht sogar ein Mufflon bestaunen. Im Forsthaus gibt es zwar eine kopierte Karte, die ist aber recht unübersichtlich. Die Wege im Naturpark sind recht gut beschildert, ein wenig Orientierungssinn ist jedoch hilfreich. Wer tiefer in die Wälder eindringen will, sollte gegebenenfalls Markierungen an Kreuzungen vornehmen, so dass der Weg zurück nicht zum Problem wird.

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Das Sarrabus-Gebirge besteht keineswegs nur aus den Sette Fratelli. Die unten gezeigte grandiose Hochebene findet sich kurz bevor die Hänge steil in Richtung Meer abfallen. Auch wenn in den Reiseführern immer nur das Gebiet der Sette Fratelli angepriesen wird: Von Oben bieten sich – wenn man einfach am Park vorbei fährt – großartige Blicke aufs Meer und herrliche Radtouren oder Spaziergänge auf den kleinen Nebenstraßen. Enteckungstouren hierher lohnen sich. Die Einheimischen wissen das auch. Deshalb ist am Wochenende hier deutlich mehr los, als unter der Woche. Die Sette Fratelli und das Sarrabus-Gebirge sind von der Hauptstadt Cagliari aus gut erreichbar. Auch von Villasimius, Costa Rei und Muravera aus kommt man gut dorthin.

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Monti del Sulcis und Monte Arcosu

karte-sardinien-monti-del-sulcisIm Süden der Insel findet sich ein weitere ausgedehnter Gebirgszug – die Monti del Sulcis. Das Gebiet beherbergt ein WWF-Naturschutzgebiet: Monte Arcosu. Das Naturschutzgebiet mit beschilderten Wegen und Pfaden ist an Wochenenden gut besucht, die Tore öffnen nur Samstag/Sonntag von 09.00 bis 18.00 Uhr. Man zahlt ein wenig Eintritt, danach erschließt sich die Bergwelt der Insel in aller Pracht. Seltene Planzen, uralte Bäume und seltene Tierarten wie der sardische Hirsch sind hier zu Hause. Im Frühling (etwa April/Mai) blüht reihenweise der Lavendel – das ganze Tal duftet intensiv nach Blumen und Kräutern, die dort zahlreich gedeihen. Auch hier finden sich abseits des Naturschutzgebietes selbstverständlich noch weitere Wege zum Rad fahren oder Wandern und Spazieren gehen.

Wandern kann man hier aber nicht nur im Tal, es geht auch nach oben. Zimperlich darf man hier allerdings nicht sein. Ordentliches Schuhwerk – feste Schuhe, am besten leichte Wanderschuhe – ist zwingend notwendig, man wird sonst gar nicht erst hinein gelassen. Selbst die einfache Talwanderung führt immer wieder durch den Bach und über steile Felsplatte, auf denen man schnell ausrutscht. Der Monte Arcosu ist diese Mühe aber wert … für mich ist es eines der schönsten Hiking-Gebiete der Insel. Die Nähe zu Cagliari und Pula/Chia macht den Monte Arcosu zu einem schönen Ausflugsziel in den Bergen.

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Paradies für Naturfreunde: Iglesiente

Rund um Buggeru – bis hin zu Torre dei Corsari erheben sich eindrucksvoll die Berge des Iglesiente. Das Gebirge ist ausgedehnt und im Kerngebiet schroff und steil. Hiker und Abenteurer dürften sich hier wirklich wohl fühlen. Die Einsamkeit tut den Rest. Wandern kann man zwar auch auf Nebenstraßen, aber die Trails hier sind teilweise sehr unwegsam und ausschließlich für Geübte Wanderer geeignet. In den Randgebieten – beispielsweise rund um Torre dei Corsari bieten sich dagegen durchaus Spaziergänge und leichtere Wanderungen. Das Gebiet wurde ehemals intensiv für den Bergbau genutzt. Dementsprechend lassen sich hier zahlreiche alte Minen zu Fuß erkunden. In die Schächte sollte man nicht gehen, denn es gibt immer wieder Einstürze. Nehmt Euch unbedingt Wasser mit, denn unter Umständen ist das Wasser aus den Bächen dort mit Schwermetallen belastet. Auf der Suche nach Wanderrouten fahrt Ihr einfach den Strand von Portixeddu an.

Von dort in Richtung Buggeru findet Ihr an einer Abzweigung nach links in die Berge ein großes Schild, auf dem diverse Wege und Routen eingezeichnet sind – oft zu den vorher schon genanten alten Minen. Ohne Karte sollte man aber ohnehin nicht losgehen. Da das Gebirge so nah am Meer liegt, bieten sich immer wieder grandiose Ausblicke aufs Wasser. Die Berge des Iglesiente sind ein Highlight für Freunde der Berge. Auch Geologie-Fans kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten, denn die Berge hier bieten unterschiedlichste Gesteine und Mineralien, die auch für das ungeübtere Auge großartig anzusehen sind.

Zwischen Iglesias und Villacidro findet sich das Landschaftsschutzgebiet Monte Linas – Oridda – Marganai. Die Hochebene von Oridda beitet auf großem Gebiet den Steineichenwald Montimannu, es gibt zahlreiche Schluchten, Wasserfälle und Höhlen. In Villacidro – unweit von Guspini – findet sich einer der schönsten dieser Wasserfälle: Cascate di Villacidro (von Villacidro geht es nach „Sa Spendula“). Die Grotten, die durch das Einsickern von Wasser in den Kalkstein entstanden sind, sind ebenfalls spektakulär schön – unter anderem ist die Grotte von San Giovanne in Domusnovas sehr bekannt. Tiere wie Wildkatzen, Gänsegeier oder sardische Höhlensalamander und andere gibt es hier selbstverständlich auch. Der Linasia Garten ist ein botanischer Garten, der die Lebensräume der Pflanzen aus der Gegend – darunter auch endemische Arten – abbildet. Führungen können zu Fuß oder mit dem Pferd unternommen werden. Die gesamte Region mit wilden Küstenabschnitten und herrlicher Natur könnt Ihr hier erkunden.

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Die Trails hier im Iglesiente sind anspruchsvoll und geraten vereinzelt auch zur Kletterei. Zu Fuß oder mit dem Rad auf Nebenstraßen lässt sich das Gebiet aber auch erkunden.

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Im Kerngebiet rund um Buggeru gibt es zahlreiche Trails zu den ehemaligen Minen. Die direkte Lage am Meer gibt oft den Blick auf das Wasser frei.

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Blick auf den Gebirgszug des Iglesiente: Sardinien kleckert nicht, wenn es um großartige Landschaften geht.

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Die Ausläufer des Gebirges ziehen sich weit - fast bis zum Golf von Oristano und werden dort flacher. Im März beherrscht die Kamille die Landschaft mit weißen Kissen.

Gebirge hoch im Norden: Monte Limbara

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Ganz im Norden der Insel – im Herzen der Gallura findet sich der Höhenzug Monte Limbara. Er reicht bis 1.359 Meter hinauf. Geprägt wird der Gebirgszug aus Granit vor allem von bizarren Felsformationen, die von Grotten und Hohlräumen durchbrochen werden, für die der Monte Limbara berühmt ist. In den unteren Regionen finden sich Wälder, weiter oben wird die Landschaft eher steppenartig und der Blick geht frei in Richtung Meer und umgebende Ortschaften. Über Tempio Pausania erreicht man das Gebirge über die SS392 in Richtung Oschiri. In Coradoreddu finden sich die Forsthäuser, von denen man los starten kann. Der südliche Teil ist von Berchidda über die SS597 erreichbar. Auch der Wald von Monte Olia (bei der Gemeinde Monti) ist sehenswert – von hier aus blickt man auf den Monte Limbara. Wer sich für Ärchäologoisches interessiert, kann an der Nordseite des Monte di Dieu (südwestlich von Calangianus) das Gigantengrab von Pascareddha  (ital. Tombe dei giganti Pascareddha) aus der Bronzezeit in eine Tour einbinden.

Gutes Schuhwerk, etwas zu Trinken und zu Essen – das sollte unterwegs auf Sardinien nie fehlen, denn hier finden sich keine Hütten oder Kioske, an denen man sich mal eben schnell zwischendurch versorgen könnte. Auf einigen Pfaden begegnet einem stundenlang kein Mensch. Dafür aber umso mehr Tiere. Schafherden, Pferde und Kühe gehören auf jeden Fall dazu. Aber auch Hirsche, wilde Schweine, Wildschweine, Wildkatzen, Marder, Habichte und andere Vogelarten gehören und andere Bewohner der Berge finden sich ganz gerne ein. Wer gerne Tiere sieht, sollte außerdem unbedingt die Giara di Gesturi besuchen, die in der Mitte der Insel liegt. Die Basalthochebene mit ihren Wildpferden ist einzigartig in Europa. Wer sich für die Entstehung der Gebirge Sardiniens interessiert, kann auch den Beitrag rund um die Geologie Sardiniens lesen.

Gefundene Steine solltet Ihr nicht mitnehmen; es ist nicht erlaubt, Mineralien außer Landes zu bringen. Ohne Kartenmaterial los zu gehen ist ebenfalls wenig ratsam. In den Gebirgen verläuft man sich verhältnismäßig schnell. Im Zweifelsfall hinterlasst eine Markierung, damit Ihr den Weg zurück wieder findet … das machen auch die Sarden selbst genau so. Viel Freude beim Entdecken der Inselwelt in den Bergen Sardiniens.



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