Es macht Spass, sich auf den Märkten der Insel umzuschauen. Die meisten größeren Ortschaften haben einen Wochenmarkt vorzuweisen. Dort gibt es neben einigen Lebensmitteln vor allem günstige Kleidung, Schmuck und ähnliches zu kaufen. Nicht selten ist die angebotene Ware aber nicht aus lokaler Herstellung, sondern besteht aus China-Importen. Allgegenwärtig sind dementsprechend auch in allen größeren Ortschaften Ladengeschäfte mit billigen Produkten. Das ist kein Grund zu verzagen, denn dazwischen finden sich auf jeden Fall auch andere Angebote, die die schöne Insel repräsentieren. Daneben gibt es selbstverständlich Supermärkte, Supermarktketten, lokale Läden oder auch Einkaufszentren.

Einkaufen auf Sardinien: Lokale Angebote wie Bauernhöfe, Direktverkäufe oder kleinere Ladengeschäfte lohnen sich.

Vor Ort: Ladengeschäfte, Direktverkäufe und Bauernhöfe auf Sardinien

Auf der Suche nach Lebensmitteln sind zwar einige Wochenmärkte durchaus geeignet, häufig sind aber ortsansässige kleine Läden eher zu empfehlen. Selbstverständlich gibt es auch Supermärkte, die ich hier weiter unten noch etwas näher beschreibe. Aber lokale Angebote gliedern sich in Gemüseladen, Metzger (Macelleria), Fischladen (Pesceria), Bäcker (Panetteria), Konditorei/Süsswaren (Pasticceria) und ähnlich spezielle Angebote. So kann man beispielsweise auch frische Pasta in eigens dafür vorhandenen Läden kaufen. Diese Läden haben es in sich, denn die dort verfügbaren Leckereien sind schlichtweg kaum zu toppen.

Viele Bauernhöfe verkaufen ihre Erzeugnisse auch direkt. Wer entlang der Straße die Augen ein wenig offen hält, wird hier oder da neben oder vor einem Gebäude ein bis drei kleinere Kisten mit frischen Angeboten entdecken. In der Regel finden sich dann innen noch weitere Dinge – meist Obst und Gemüse. Es lohnt sich, hier rein zu schauen, denn mehr Frische ist kaum möglich.

Mercato di San Benedetto in Cagliari

karte-sardinien-lage-cagliariSozusagen die Mutter aller Märkte ist der Mercato San Benedetto in Cagliari. Ein fest stehende Markthalle bietet auf zwei Stockwerken Lebensmittel der Insel. Das Angebot ist riesig – die untere Etage ist nur für Fisch und Meeresfrüchte reserviert. Hier findet sich alles: Von der Languste über den Krebs oder Schwertfisch bis hin zu Seeigeln und anderen ungewöhnlichen Meeresbewohnern. Auch Muscheln aller Art fehlen hier selbstverständlich nicht und Bottarga (getrocknete und gepresste Fischrogen) gehört zu den Spezialitäten der Insel. Tintenfische gehören dabei ebenfalls zu einem der bevorzugten Lebensmittel auf Sardinien.

Der Markt gehört zu den größten Lebensmittelmärkten Italiens, es geht sehr sauber zu. Hier kaufen Köche genauso ein wie auch Privatleute. Allzu zimperlich darf man für einen Besuch allerdings nicht sein. Viele Meerestiere leben noch, beim Fleisch gehören Pferdefleisch oder Schafsköpfe und Gedärm ebenfalls zum ganz normalen Alltag. Wem das zu viel ist, der findet aber auch gängigere Produkte, Obst und Gemüse in Hülle und Fülle oder feines Geflügel wie Wachteln und mehr. Von Montag bis Samstag – 07.00 bis 14.00 Uhr – ist der Mercato di San Benedetto in Cagliari geöffnet. Rund um das Gebäude finden sich darüber hinaus Stände mit weiteren Produkten wie Stoffe oder Kleidung und Haushaltswaren.

Der Markt ist nicht das einzig Sehenswerte in der Hauptstadt Cagliari. Hier kann man herrlich ein paar Tage, eine Woche oder auch noch mehr Zeit verbringen. Was man in Cagliari und in der Umgebung noch unternehmen oder besichtigen kann, lest Ihr im Beitrag rund um Cagliari und seine Sehenswürdigkeiten.

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Der Mercato di San Benedetto lässt das Feinschmeckerherz höher schlagen - hier mit appetitlichen Jakobsmuscheln.

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Auch Obst und Gemüse ist im Angebot. Die Vielfalt ist enorm und es finden sich auch exotische Sorten oder Früchte, die bei uns eher unbekannt sind.

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Sardinien ist eine Insel. Fische und Schalentiere aller Art gehören zum Leben. Doch Vorsicht: Auf diesem Tisch leben alle Tiere noch.

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Für Freunde zarter Geschmäcker gibt es ebenfalls die ganze kulinarische Vielfalt: Geflügel wie etwa Huhn oder Wachteln ist auf dem Markt ebenfalls im Angebot.

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Nichts für Vegetarier: Das Pferdefleisch wird vor den Augen des Kunden zerlegt. Sehr zu empfehlen sind die Filets, die nie streng schmecken.

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Kochen leicht gemacht auf Sardisch: Es werden auch fertige Gemüsemischungen angeboten, die sich für entsprechende Gerichte eignen.

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Austern, Miesmuscheln, Bottarga ... was das Meer hergibt, landet hier auf dem Mercato di San Benedetto auf dem Verkaufstisch.

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Käse gehört zu den Lebensmitteln, die auf Sardinien in allen erdenklichen Varianten verfügbar sind. Keine Sorge, man kann auch kleinere Mengen hier kaufen.

Termine für Märkte und Wochenmärkte auf Sardinien

Jede größere Ortschaft hat einen Wochenmarkt. In der Regel findet das in der Zeit zwischen 08.00 Uhr und 13.00 Uhr statt. Allerdings nimmt man es hierzulande mit der Uhrzeit nicht ganz so genau. Deshalb lohnt es sich nicht, allzu früh da zu sein. Etwa ab 10.00 Uhr ist zu erwarten, dass tatsächlich alle Stände aufgebaut sind und auch etwas zu Essen im Angebot ist. Die folgende Liste hilft, Wochenmärkte ausfindig zu machen oder sich über spezielle Termine zu informieren (Orte in alphabetischer Reihenfolge). Sofern keine Uhrzeit erwähnt ist, handelt es sich um einen Markt am Vormittag:

Aggius: Donnerstag
Ales: Montag
Alghero: Mittwoch
Arzachena: Mittwoch
Assemini: Freitag
Bari Sardo: Samstag
Bolotana: Donnerstag
Bosa: Dienstag
Budoni: Mittwoch
Cagliari: Täglich im San Benedetto
Cagliari: Sonntags Flohmarkt in der Viale Trento
Cagliari:  Antiquariat und Kunsthandwerk am zweiten Sonntag im Monat (außer: August), Piazza Carlo Alberto
Capoterra: Donnerstag
Cannigione: Montag
Carbonia: Samstag
Castelsardo: Freitag
Dolianove: Donnerstag
Iglesias: Montag
Iglesias: Antiquitäten und Geschenkartikel am ersten Samstag im Monat, Piazza Lamarmora
Isili: Freitag
La Maddalena: Donnerstag
Lanusei: Donnerstag
Monastir: Donnerstag
Monserrato: Donnerstag
Olbia: Dienstag
Olbia: Antiquitätenmarkt am ersten Sonntag im Monat, von Juni bis September auch am Samstag
Oristano: Antiquitäten und Geschenkartikel am ersten Samstag im Monat, Piazza Eleonora
Orosei: Dienstag
Portoscuso: Donnerstag
Quartucciu: Montag
Quartu Sant’Elena: Mittwoch
Quartu Sant’Elena: Antiquitätenmarkt jeden zweiten Sonntag im Monat
Murta Maria: Mittwoch
Nuoro: Samstag
Nuoro: Sonntag Antiquitätenmarkt
Oristano: Samstag
Palau: Samstag
Portisco: Freitag
Porto San Paolo: Sonntag
Porto Torres: Donnerstag
Pula: Dienstag
San Gavino Monreale: Freitag
Sanluri: Samstag
San Pantaleo: Donnerstag
San Teodoro: Freitag
Santa Teresa di Gallura: Donnerstag
Santu Lussurgiu: Pferdemarkt am ersten Sonntag im Juni
Sassari: Täglich an der Piazza Tolu, erweiterter Markt am Dienstag
Selargius: Dienstag
Tempio Pausania: Samstag
Terralba: Freitag
Tertenia: Mittwoch
Tortoli/Arbatax: Freitag
Villasimius: Samstag

In den touristischeren Städten San Teodoro, Porto San Paolo und Olbia finden außerdem von Juni bis September – also während der Hauptsaison –  Abendmärkte statt. Auf diesen Märkten werden regionale Produkte und Lebensmittel, Kunsthandwerk und ähnliches verkauft. Schaut Euch um und wenn Ihr etwas gefunden habt, dann fragt nach dem Preis. Verhandeln ist durchaus üblich, in der Regel kommt man deutlich unter dem ersten Angebot davon, das einem gemacht wird.

In größeren Supermärkten gibt es Alles, was auch bei uns verfügbar ist. Sorgen um Babynahrung oder Anderes muss man nicht haben. Frische Ware wie Obst, Gemüse oder Fisch und Fleisch kauft man aber besser lokal. 

Supermärkte auf Sardinien

Die Abdeckung mit Supermärkten auf Sardinien ist gut. In größeren Ortschaften oder Städten gibt es selbstverständlich jede Menge Auswahl mit unterschiedlichen Supermarktketten auf Sardinien. Etwa in Oristano oder in Cagliari findet sich immer ein Supermarkt oder ein Einkaufszentrum. Im Gegensatz zu Deutschland ist es kein Problem, auch am Sonntag auf Sardinien einzukaufen. Die meisten Einkaufszentren und Supermärkte haben am Sonntag auf Sardinien geöffnet. Im Zweifelsfall solltet Ihr einfach die Hinweisschilder am Eingang beachten.

Richtig günstig ist das Vergnügen „Supermarkt“ allerdings nicht auf der Insel. Die Lage im Mittelmeer macht nun einmal den Transport auf die Insel verhältnismäßig teuer und das macht sich in den Preisen bemerkbar. Dabei ist insbesondere die frisch Ware oft auch nur aus den Gewächshäusern Europas oder von anderen Orten auf der Welt importiert. Wer sparen will, kann bei LD einkaufen gehen – das grün-gelbe Logo findet sich an vielen Orten auf Sardinien und entspricht etwa dem Niveau von ALDI in Deutschland. Ein deutlich besseres Angebot haben andere Ketten wie etwa CONAD. Frische Ware kauft man besser beim Bauernhof, beim Direktverkauf oder in kleinen Ladengeschäften vor Ort – preislich nimmt es sich ohnehin nicht viel oder ist sogar günstiger, als CONAD, AUCHAN oder SUPERPAN.

In Olbia findet sich gleich neben dem Flughafen ein Einkaufzentrum namens AUCHAN. Der Name ist bekannt vor Ort, AUCHAN ist auch in anderen Orten wie beispielsweise Cagliari zu finden. Auch SUPERPAN ist ähnlich wie AUCHAN mit riesigem Angebot auf Sardinien vertreten. Dabei findet sich dort auch Haushaltswaren – das Konzept ist mit KAUFLAND oder REAL in Deutschland vergleichbar. Kleinere Ladengeschäfte mit größerer Auswahl bietet auch die Kette GIEFFE. Darüber hinaus finden sich in kleineren Ortschaften andere Supermärkte, teils auch noch Läden, die nicht zu einer Kette gehören.

Im Ortsteil Elmas in Cagliari – also in der Nähe des Flughafens – gibt es einen LIDL-Markt auf Sardinien. Desweiteren findet sich ein LIDL in Quartu Sant Elena und in Olbia-Tempio. Das ist praktisch für Ferienwohnungen, denn Toilettenpapier, Wasser, Brot, Waschmittel und andere grundlegende Dinge bekommt man hier sehr günstig. Auch wenn dort Wein angeboten wird: Den gibt es in jedem anderen Supermarkt auch – und dort ist er garantiert besser. Die lokalen Weine führen Billig-Discounter wie LD Market oder LIDL nicht.

 

Für diesen Shop lege ich meine Hand ins Feuer: Wein, Lebensmittel und Spezialitäten von der schönen Insel findet Ihr bei www.sardinienprodukte.at. Lieferung nach Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Niederlande und Belgien.
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