Sardinien hat viele Gesichter – das atemberaubende Capo Caccia und das Städtchen Alghero stellen dabei eine ganz eigene kleine Welt dar. Eine schöne Welt. Der Ort Alghero gehört wohl zu den schönsten der Insel … mit Strand direkt vor der Haustür und einer großartigen Umgebung und eigenem Flughafen ist Alghero eines der Top-Ziele auf Sardinien. Die gute Erreichbarkeit macht Alghero übrigens auch zu einem guten Ziel für einen Kurzurlaub, der nur wenige Tage dauert.

Das nahe gelegene Capo Caccia ist atemberaubend und die Region hat neben Alghero noch Vieles mehr zu bieten. Strände sind in ausreichender Zahl vorhanden, Ausflüge zu verschiedenen Orten sind kein Problem und auch eine Tour ins Landesinnere lohnt sich. Kiten, Windsurfen, Tauchen, Wanderungen, Spaziergänge, kulinarische Abenteuer, Shoppen und vieles mehr sind hier möglich.

Im Vergleich zum Inselsüden geht es hier allerdings auch ein klein wenig teurer zu und man ist durchaus auf Touristen eingerichtet. Die viel gelobte Ursprünglichkeit anderer Orte geht dementsprechend hier ein klein wenig verloren. Angesichts der Region vergißt man das aber schnell und kann sich den allerschönsten Urlaubsträumen hingeben. Von Massentourismus kann glücklicherweise ohnehin keine Rede sein. Ein Vorteil der touristischen Prägung ist ein breites Angebot und auch Sprachbarrieren spielen hier keine große Rolle.

Alghero

Alghero ist einfach toll. Ob man nun direkt dort einen ganzen Urlaub verbringt oder die Mühe auf sich nimmt, diesen Ort im Rahmen eines Ausfluges zu besuchen. Das Städtchen zeigt sich genauso wie die gesamte Umgebung hier im Norden Sardiniens vor allem sehr vielseitig. Direkt vor den Toren Algheros findet sich ein großzügiger Strand (Lido San Giovanni), der bei Wind auch gerne zum Kiten oder Surfen genutzt wird. Die bewegte Geschichte der Insel zeigt sich in Alghero durch eine starke spanische Prägung.

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Die Altstadt Algheros ist traumhaft schön und wird von kleinen Gassen und Palazzi durchzogen.  Restaurants, Cafés, Bars oder kleine Läden mit Kunsthandwerk verführen zu einem Bummel durch Alghero und für den sollte man durchaus ein wenig mehr Zeit einplanen. Was Euch im Restaurant erwartet, lest Ihr im Beitrag rund ums Essen gehen auf Sardinien. Infos zum Einkaufen und zu Märkten – auch in Alghero – gibt es auf der passenden Seite zum Thema Märkte, Supermärkte und mehr.

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Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer gibt wunderbare Blicke auf das offene Meer oder das gegenüber liegende Capo Caccia frei. Während der Hauptsaison verdoppelt sich die Einwohnerzahl leicht, möglicherweise sind es sogar noch viel mehr Besucher. Wer es sehr lebendig mag, kommt deshalb während der Saison … wer es etwas ruhiger bevorzugt, besucht Alghero am besten in der Nebensaison.

Sardinien hat unglaublich viel zu bieten. Ein absolutes Highlight ist das Capo Caccia, das von der Stadtmauer Algheros aus deutlich zu sehen ist. Die markante Form der Felsformation macht schon aus der Ferne klar: Hier muss man hin. Auch vom  Hausstrand Algheros kann man diesen herrlichen Ausblick genießen. Vom Hafen aus kann man Touren unternehmen, die einem auch zum Capo Caccia und zur Neptunsgrotte bringen.

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Alghero, Capo Caccia, Neptunsgrotte, Wein, Strand, Hügel im Hinterland. Die Region im Nordwesten Sardiniens gehört zu den schönsten der Insel. Und zu denen mit dem meisten Tourismus. Manchmal ist das aber gar kein Fehler.

Capo Caccia und Neptunsgrotte (Grotta di Nettuno)

Wer nach Alghero kommt, sollte unbedingt das Capo Caccia anschauen. Eine solch markante Felsformation ist schon alleine durch ihre bloße Existenz beeindruckend. Die Lage entlang des blauen Meeres tut ihr Übriges dazu. Das Capo Caccia lässt sich von Alghero aus mit dem Auto oder per Bus leicht erreichen.

Die Kalkfelsen stürzen hier 200 Meter tief fast senkrecht ins Meer. Die Beschaffenheit des Kalkes sorgt außerdem für ein großartiges Naturspektakel: Das Capo Caccia ist durchzogen von Höhlen und Grotten – Tropfsteinhöhlen, um genau zu sein. Die spektakulärste ist die Neptungsgrotte (Grotta di Nettuno) mit mehreren Sälen, die über eine steile Treppe vom Capo Caccia oder per Schiff von Alghero aus erreicht werden kann.

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Wenn Ihr neugierig seid und verstehen wollt, wie diese Felsfomationen und die darin liegenden Höhlen und Grotten entstehen, dann findet Ihr im Beitrag rund um die Geologie Sardiniens mehr. Der Besuch der Neptunsgrotte kostet Eintritt. Wem die rund 25 Euro pro Person (ohne Schifffahrt) zu viel des Guten sind: Es gibt auf Sardinien zahlreiche Höhlen. Auch wenn diese hier zu den Spektakulärsten zählt – anderswo gibt es ähnliche Erlebnisse frei Haus und vor allem in Ruhe. Einen Blick auf das Kap sollte man aber dennoch nicht versäumen.

Rund um Alghero und Capo Caccia: Grabungen, Wein, Ausflüge und mehr

Rund um Alghero gibt es noch viel mehr, als das Capo Caccia. Der Nuraghenkomplex Palmavera gehört zu den schönsten Sardiniens. Er liegt entlang der Hauptstraße, die auch auch zum Capo Caccia führt. Einfach den Schildern folgen, dann findet Ihr diesen zauberhaften Ort.

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Die Nekropolen (Felsengräber) von Anghelo Ruju liegen entlang der Verbindungsstraße in Richtung Porto Torres. Auch sie sind sehr sehenswert und vermitteln einen Eindruck über die Bewohner der Insel, die mehrere tausend Jahre vor unserer Zeit ihre Spuren hinterlassen haben.

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Was eine Nuraghe ist oder was es mit Felsgräbern auf sich hat, lest Ihr im Beitrag rund um historische Orte auf Sardinien. Außerdem gibt es selbstverständlich hier auch Infos zur Geschichte der Insel – übersichtlich zusammen getragen.

Nur wenige hundert Meter entfernt von den Felsengräbern – auf der gegenüber liegenden Straßenseite – findet sich die Tenuta Sella & Mosca … eines der bekanntesten Weingüter der Insel. Die Enoteca (Weinladen) kann jederzeit besucht werden; der Einkauf ist hier auch für Privatpersonen möglich. Ein Besuch lohnt sich schon alleine wegen der schönen Anlage, die ein gepflegtes Vorzeigestück sardischer Kultur darstellt. Welche hervorragenden Weine die Insel Sardinien hervorbringt und welche Weingüter von Bedeutung sind, lest Ihr im Beitrag rund um Wein auf Sardinien.

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Ausflüge von Alghero und dem Capo Caccia aus gibt es in großer Zahl. Stintino und die Insel Asinara sind ein Traumziel für Strand- und Badefans. Hier finden sich karibische Erlebnisse, die wirklich sehr besonders sind. Wilde Natur und ein Stück Bergbau-Geschichte findet sich in Argentiera (Bild unten), das ebenfalls einen Besuch wert ist. In südlicher Richtung liegt Bosa – ein kleines Städtchen mit viel Flair und einer Gebirgsumgebung. Der Gebirgszug des Monte Ferru ist mit dem Auto gut erreichbar und lädt ebenfalls zu einem Tagesausflug ein.




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