Buggerru, Masua, Nebida und Porto Flavia

Buggeru-Masua-Nebida-Porto-Flavia
Buggeru-Masua-Nebida-Porto-Flavia

Buggerru, Nebida, Masua und Porto Flavia zeigen Sardinien von einer ganz wilden Seite: Vor den schroffen Klippen und steilen Hängen des Iglesiente liegen diese Küstenorte in einer ganz außerordentlichen Lage im Südwesten Sardiniens. Die Felsenküste hier wird durchbrochen von kristallklaren Stränden und Buchten - ausgedehnte Sandstrände finden sich in näherer Umgebung ebenfalls. In den Orten Fontanamare, Portixeddu und Piscinas neben dem felsigen Hauptgebiet von Buggerru/Nebida und Masua verändert sich die Landschaft wieder und wird flacher. Hier im Gebiet von Buggerru, Nebida, Masua und Porto Flavio fühlen sich Kletterer und Outdoor-Fans so richtig wohl. Der vorgelagerte Pan di Zucchero (Zuckerhut) ist ein spektakuläres Klettergebiet über dem Meer. Der Wind peitscht hier insbesondere im Frühjahr und Winter die Wellen oft mit hohem Seegang an die Küste. Bootstouren sind zwar möglich, bei schlechtem Wetter aber lebensgefährlich. Viele Wandertouren und Höhlen gibt es in der Region - einige davon recht steil und unwegsam. Die Küstenstraße erlaubt fantastische Blicke auf die ganze Szenerie. Die Anreise über den Flughafen oder Hafen Cagliari dauert mit dem Auto etwa eine Stunde. Von Olbia aus muss man mit 3,5 Stunden rechnen. Wer über Alghero fliegt, braucht rund 3 Stunden Anfahrtszeit.

Lage-Karte-Nebida-Masua-Buggeru

Nebida und Fontanamare

Nebida

Im Südwesten Sardiniens liegt Nebida. Das ehemalige Bergarbeiterdorf ist Weltkulturerbe der UNESCO. Von der ehemaligen Mine in Nebida sind nur noch wenige Überbleibsel zu sehen - etwa die ehemalige Waschanlage. Von etwa 2000 Menschen im Jahr 1910 ist seit Aufgabe der Mine in den 1970er Jahren die Bevölkerungszahl auf etwa 100 geschrumpft. Die alte Waschanlage ist eingezäunt und einsturzgefährdet.

Nebida ist vor allem für die spektakuläre Lage mit Blick auf den Pan di Zucchero und den Golf von Gonnesa bekannt. Eine Aussichtsplattform (Belvedere di Nebida) erlaubt bei gutem und klarem Wetter Blicke bis zur Isola di San Pietro. Neben dem Pan di Zucchero ragen weitere markante Felsen aus dem Wasser und reihen sich entlang dieses Küstenabschnitts von Fontanamare bis nach Masua. Verschiedene Küstenwanderwege führen hier auch entlang.

Ein Strand in Nebida findet sich im Spiaggia di Portu Banda, ansonsten ist der große Strand von Fontanamare gut für Sonnenanbeter geeignet.

Pan di Zucchero

Der markant hervorragende Fels auf dem Bild oben ist der Pan di Zucchero. 133 Meter ist er hoch und überragt das Meer damit auf schwindelerregender Höhe. Der Pan die Zucchero ist auch Klettergebiet. Der Kalksteinfelsen im Wasser bietet keinerlei Strände, sondern ragt einfach steil hervor.

Fontanamare

Wer von Cagliari über Iglesias in Richtung Buggerru, Nebida und Masua fährt, kommt am kleinen Ort Fontantamare vorbei. Hier findet sich ein ausgedehnter Sandstrand, der dank der Lage etwas abseits nicht ganz so stark frequentiert wird. Ein Halt lohnt sich, denn der Blick von Fontanamare hinüber nach Nebida zeigt die Lage des Ortes Nebida sehr gut.

Außerhalb der Saison kann das Wetter hier sehr wechselhaft sein. Die Fischer aber sind am Strand von Fontanamare immer unterwegs. Die Lichtstimmungen sind bei jedem Wetter spannend. Auch wenn das nun nicht gerade das typische Urlaubsfoto ist - ich fotografiere fast alle Bilder dieser Webseite selbst und dieses hier gehört zu meinen Favoriten. Es wurde im April aufgenommen, bei ungewöhnlich schlechtem Wetter für diesen Monat. Außerhalb der Saison verirrt sich kaum jemand hierher - auch wenn die Sonne scheint. Die Bar am Strand von Fontanamare bleibt dann auch geschlossen. Im Sommer kann man sich jederzeit eine Erfrischung, einen Kaffee oder eine Kleinigkeit zu Essen gönnen. Die Preise in den Bars auf Sardinien sind dabei sehr moderat.

Masua und Porto Flavia

Auch in Masua und Porto Flavia können die Überreste des Bergbaus bewundert werden und die Küstenwanderungen führen hier ebenfalls vorbei. Das ehemalige Bergwerk und die beiden übereinander liegenden Stollen sowie der Hafen Porto Flavia waren Meisterwerke der Baukunst - die abgebauten Mineralien und Gesteine wurden bis zu deren Bau von Hand transportiert. Das zu Masua gehörende Bergarbeiterdorf verteilte sich über den sehr steilen Hang. Überreste dieser ehemaligen Bergwerkskultur lassen sich auch hier noch heute bewundern, beispielsweise im Museums der Bergwerksmaschinen. Porto Flavia hat darüber hinaus einen eigenen Strand. Masua und Porto Flavia sind übrigens inzwischen nur noch im Sommer bewohnt.

In Masua beziehungsweise Porto Flavia gehören neben dem Baden und Schwimmen auch das Schnorcheln und Tauchen sowie die Miete eines Bootes oder Kanus zu den möglichen Aktivitäten. So lassen sich dann auch die Grotten der steilen Felshänge erkunden. Vom Strand Spiaggia Il Molo von Masua führen in der Saison auch Bootstouren entlang der schönen Küste im Südwesten Sardiniens.

Buggerru

Buggerru ist - genauso wie Nebida und Porto Flavia vom ehemaligen Bergbau geprägt worden. Etwa um 1870 hatte die Ortschaft ihren Höhepunkt, es sind heute noch etwa 1000 Bewohner übrig. Durch die so genannten Galleria (Tunnel) Henry wurde in früheren Zeiten der Abraum mit einer Dampflok transportiert. Der schöne Sandstrand von Buggerru liegt zwischen steil aufragenden Klippen und ist eigentlich ein bombastisch schöner Ort. Dennoch verirren sich nach Buggerru nicht sonderlich viele Besucher der Insel. Das Gleiche gilt auch für Portixeddu (siehe Bild unten), das einen bombastisch schönen Strand zu bieten hat, aber nun einmal weit von den stark besuchten Touristenregionen im Norden der Insel liegt.

Portixeddu

Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig. Abseits der Massen kann man es gut aushalten in Buggerru sowie Portixeddu. Schöne Wanderwege finden sich rechts und links und hinter den Ortschaften immer. Sie warten nur auf eine Erkundung.

Wetter und Anreise nach Buggeru, Masua und Nebida

Wetter in Buggeru, Masua und Nebida

Wie das Wetter (mit Regenwahrscheinlichkeit, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang sowie Windrichtung und Windgeschwindigkeit) aktuell in Nebida, Masua, Buggeru oder Portixeddu sowie Fontanamare ist und was die Wettervorhersage anzeigt - das findet man in der folgenden Übersicht. Allgemeine Informatioen zu Klima und Reisezeit finden sich im Beitrag Klima und Reisezeit Sardinien.

Anreise nach Buggeru, Masua, Nebida, Fontanamare, Portixeddu oder Porto Flavia

Wer über den Flughafen in Alghero anreist, muss eine Anfahrt von etwa 3 Stunden mit dem Auto in Kauf nehmen. Über den Hafen und Flughafen in Olbia sind es sogar über 3 Stunden Autofahrt bis nach Masua, Nebida, Porto Flavia, Buggeru oder auch Portixeddu und Fontanamare. Die beste Variante ist eine Anreise via Cagliari. Vom Flughafen oder Hafen aus ist man bis zum Ziel etwa eine Stunde lang mit dem Auto unterwegs. Weitere Infos hierzu findet sich im Bereich Anreise und Unterkunft.

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Fuer die Reise

Sardinien ist eine Insel für Entdecker. So sind beispielsweise die Weine Sardiniens und Spezialitäten auf Sardinien ganz hervorragend. Oder die herrlichen Strände Sardiniens. Tipps zu Anreise und Unterkunft helfen ausserdem bei der Reiseplanung.

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