Castelsardo bietet schon bei der Anfahrt einen herrlichen Anblick. Die Landzunge, auf der das Städtchen thront, reicht ins Meer hinhein. Castelsardo ist die richtige Wahl, wenn ein Urlaubsort im Norden Sardiniens gesucht wird, der sardische Gastlichkeit und Lebendigkeit mit Restaurants, Hafen, Bars und Ladengeschäften gesucht wird.

Der Flughafen Olbia ist nicht allzu weit entfernt – etwa 1,5 Stunden ist man mit dem Auto unterwegs, um Castelsardo von dort zu erreichen. Es liegt verkehrsgünstig in der Mitte der Nordküste, so dass Ausflüge zu anderen Orten entlang der Nordküste Sardiniens problemlos möglich sind.

Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte eine Unterkunft ausserhalb des alten Stadtzentrums von Castelsardo suchen. Treppen und steile sowie schmale Aufgänge prägen das Bild dort. Im Sommer bleiben Ferienwohungen oder Zimmer und Hotels in den engen und schattigen Strassen wunderbar kühl.

Castelsardo

Eine Perle im Norden Sardiniens – das ist Castelsardo. Es ist ein geschäftiger Ort und alleine die Lage auf einer Landzunge ist spektakulär. Der Hafen, eine schöne Innenstadt, Restaurants, Bars, Eisläden und zahlreiche Ladengeschäfte locken alljährliche viele Besucher. Selbstverständlich lassen sich hier auch in die Köstlichkeiten  Sardiniens probieren – vom schicken Restaurant bis hin zur schnellen Pizza gibt es ein breites Angebot. Besonders beeindruckend ist dabei die Altstadt, die nur über Treppen und schmale Durchgänge erreichbar ist. Autos haben hier keine Chance. Über all dem thront die gut erhaltene Burg aus dem 12. Jahrhundert (Castello), in der sich auch ein Museum für Flechtkunst findet.

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Entlang der alten Stadtmauer bieten sich herrliche Blicke auf das Meer und an klaren Tagen reicht der Blick bis auf die Südspitze Korsikas. Sehenswert ist dort auch die Kathedrale Sant’Antonio Abate, die überwiegend in gotischer Bauweise erbaut wurde, später aber häufigen Umbauten unterlag. So zeigen sich hier mehrere Jahrhunderte der Kunstgeschichte. Die Kathedrale und die Burg liegen in direkter Nähe der Altstadt – all das lässt sich im Rahmen eines ausgedehnten Spazierganges gut erkunden.

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Ein Blick von oben auf den Hafen von  Castelsardo zeigt die traumhafte Lage in einer geschützten Bucht. Der Porto Turistico di Castelsardo ermöglicht auch Bootstouren und bietet Liegeplätze für Boote.

Hafen Castelsardo

Lu Bagnu, La Ciaccia und Valledoria

Die gesamte Umgebung ist einen Besuch oder Aufenthalt wert. Der Blick in die Landschaft zeigt: Hier finden sich neben kleineren Ortschaften und dem Städtchen Castelsardo auch großzügige Strände und eine herrliche Natur – etwa in Valledoria. Valledoria selbst ist recht touristisch, hier finden sich vor allem aber auch Supermärkte und andere Angebote des täglichen Lebens. Lu Bagnu muss man nicht unbedingt auf die Liste wichtiger Orte aufnehmen, La Ciaccia und Valledoria dagegen bieten sich für einen herrlichen Strandurlaub an.

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Etwas außerhalb von Castelsardo findet sich der Elefantenfels oder Roccia dell Elefante. Der überdimensionale Felsblock sieht aus wie ein urzeitlicher Elefant. Entstanden ist er durch Verwitterung und er steht schon lange: Bereits die vorzeitlichen Bewohner der Insel nutzten den Felsen als Kultstätte, davon zeugen auch Domus de Janas (Felsengräber), die in den Felsen gehauen wurden. Mehr zu den Domus de Janas lest Ihr im Beitrag zu historischen Orten auf Sardinien.

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Neben der Küste lockt auch das Hinterland. Hügelig ist es hier, aber nicht allzu steil. Die ländliche Region bietet schöne Wanderungen und Spaziergänge – für Klettertouren sind andere Regionen besser geeignet. Der hier gezeigte Nuraghenkomplex Su Paddagiu liegt entlang der Verbindungsstraße zwischen Castelsardo und Valledoria. Von dieser Straße aus ist auch der vorher erwähnte Elefantenfels über Schilder gut erreichbar.

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Zwischen Martis und Nulvi entlang der SS172 findet sich die Schlucht Badde Traes und dort, wo der Fluß Rio Pontisella in den Rio Masino mündet, könnt Ihr einen 15m hohen Wasserfall und die Ruinen der ehemaligen Mühle bewundern. Ein Besuch im Hochsommer lohnt sich kaum, denn dann führen die Flüssen wenig oder manchmal auch gar kein Wasser. Im Frühjahr, Herbst und Winter allerdings rauscht das Wasser hier hinunter und bietet zusammen mit der Schlucht einen schönen Ausflug.

In Perfugas lässt sich das archäologische und paläobotanische Museum besuchen. Hier finden sich viele Fundstücke aus der Region. Fossile Pflanzen, die bis zu 30 Mio Jahre alt sind, Keramiken, Gefäße und Werkzeuge aus der Nuraghenzeit und früher runden das Angebot in diesem Museum ab.

Eindrucksvolle Felsengräber (Domus de Janas) bekommt Ihr in Sedini zu sehen, dort gibt es außerdem zahlreiche Kirchen und Höhlen. Entlang der gesamten Küste finden sich selbstverständlich zahlreiche Strände. Sie sind ausgeschildert, wer entlang der Küstenstraße fährt, kann also die Strände gar nicht verfehlen. Es lohnt sich, auf Erkundungstour zu gehen. Der eine oder andere Strand ist auch zur Saison nicht sonderlich voll und so lässt sich die Natur Sardiniens und der Inselurlaub gleich noch besser genießen. Ausflüge in die benachbarten Regionen – etwa nach Alghero oder in den Nordosten der Insel sind jederzeit möglich. Mit einer Fahrzeit von etwa einer Autostunde muss man rechnen. Wer Berge mag, sollte das verhältnismäßig nahe gelegene Gebirge des Monte Limbara ansteuern. Mehr zu den Gebirgen Sardiniens. Einen Tagesausflug ist auch das schöne Valle della Luna wert, das in direkter Nachbarschaft liegt. Über das Valle della Luna und andere Ziele lest Ihr mehr im Beitrag rund um den Nordosten der Insel Sardinien. Auch der Nordwesten mit Santa Teresa Gallura und weiteren Orten ist von hier gut erreichbar.




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