Sardiniens Südwesten: Pula, Chia, Porto Pino, Sant Antioco und San Pietro

Pula-Chia-Porto-Pino-Sardinien
Pula-Chia-Porto-Pino-Sardinien

Ganz im Süden (Südwesten) Sardiniens liegt die Region Carbonia-Iglesias. Der südliche Teil der Region wird vom Gebirgszug des Sulcis bestimmt – rundum finden sich flach und ausgedehnt flache vorgelagerte Gebiete.

Touristisch gesehen sind Orte wie Porto Pino, Chia, Pula, die Insal Sant’Antioco, die Insel San Pietro oder die Stadt Carbonia und die Berge äußerst reizvoll. Die Nähe zur Hauptstadt Cagliari bringt einen großen Vorteil mit sich: Leichte Erreichbarkeit. Die südliche Lage ist darüber hinaus für die Monate März/April und den Oktober vorteilhaft - hier ist es häufig ein paar Grad wärmer, als im Norden Sardiniens.

Wie an vielen Orten auf Sardinien herrscht auch hier die Natur vor. Mit spektakulären Stränden, schönen Wanderwegen, Taucherlebnissen, Naturschutzgebieten in den Bergen und eher kleinen Ortschaften. Ausgehen, Nightlife und Shopping – das findet sich eher in der Hauptstadt Cagliari, die etwa eine bis 1,5 Autostunden entfernt ist.

Lage-Karte-Sardinien-Südwesten

Chia, Santa Margherita di Pula und Porto Pino

Die Strände von Chia

Rundum liegen zahlreiche Strände: Su Guventeddu, Porto Columbu, Cala d’Ostia, anta Margherita di Pula, Fichi, Nora und die unvergleichen Strände von Chia wie etwa Campana Dune. Chia ist ein Anlaufpunkt für Surfer. Windsurfer, Kitesurfer und Wellenreiter fühlen sich hier wohl. Allerdings: Zum Wavespot wird Chia erst dann, wenn der von Süden wehende Scirocco oder der von Westen wehende Mistral die Wellen mit sich bringt. Insbesondere der Scirocco bringt hohe Wellen mit sich, das Wasser ist flach und bietet entsprechend Bedingungen zum Baden oder für den Surfsport – je nach Wetterlage.

Gleich hinter Chia geht der Blick in Richtung Berge. Deutlich erkennbar sind auch die Dünen von Chia, die unter Naturschutz stehen sowie die zahlreichen Ferienhäuser entlang der Hänge in dieser Region. Restaurants und andere Angebote runden das Urlaubserlebnis ab. Nur außerhalb der Saison kann es schwierig werden, denn dann haben viele Restaurants geschlossen und öffnen ihre Türen bestenfalls am Wochenende, wenn das Wetter gut ist. Das Problem lässt sich durch eine etwa 15-minütige Autofahrt nach Pula lösen. Die Saison zieht sich von Anfang Mai bis Ende Oktober und lässt damit ohne viele Spielräume.

Porto Pino / Porto Botte

Porto Pino ist ein Urlaubsparadies: Man ist hier auf den Tourismus voll eingestellt. Vor allem kann Porto Pino mitsamt der direkten Umgebung auf zahlreiche Traumstrände zählen. Spiaggia delle Dune, Spiaggia dei Francesi, Spiaggia Sa Silana und andere klangvolle Namen bieten leuchten blaues und flaches Wasser sowie ausgedehnte Sandstrände. Porto Pino bietet dabei, was das Urlauberherz begehrt: Bootstouren, Restaurants, Eisdielen, Bars und Cafés.

Pula und die Grabungen Nora

Im ländlichen Küstenstreifen vor dem Sulcis-Gebirge findet sich Pula. Die Ortschaft selbst ist nicht sonderlich groß, bietet aber die notwendige Infrastruktur vor Ort: Restaurants, Ladengeschäfte, Supermärkte und andere wichtige Dinge für das tägliche Leben sind hier zu bekommen. Ganz nahe gelegen findet sich die antike Stadt Nora. Die gut erhaltene Stadt kann besichtigt werden, Touren werden mehrsprachig oder mit Audioguide angeboten. In Pula findet sich außerdem ein Museum (Civico Museo Archeologico „Giovanni Patroni“), das zur Grabungsstätte Nora gehört. Mehr über Nora findet Ihr im Abschnitt historische Orte und Grabungsstätten auf Sardinien.

Sant Pietro, Sant'Antioco und das Sulcis-Gebirge

San Pietro und Sant’Antioco

Die Insel San Pietro (Isola di San Pietro) umfasst rund 54 Quadratkilometer und liegt gemeinsam mit der Insel Sant’Antiocoim äußersten Südwesten Sardiniens. Die Bewohner der Insel leben zu 90% in der Stadt Carloforte, der Rest der Insel ist dementsprechend wenig bevölkert. Die Insel ist nah an Tunesien, das Flachwasser verhindert das Anlaufen der Insel durch größere Schiffe. Mit der Fähre braucht man etwas über eine halbe Stunde vom Festland; die Fähren fahren von Calasetta auf der Nachbarinsel Sant’Antioco und von Portovesme. Die Abgeschiedenheit macht sich im Ort Carloforte bemerkbar. Die Altstadt ist ein Gewirr aus kleinen Gässchen, dass sich wunderbar im Rahmen eines Spazierganges erkunden lässt. Der Dialekt unterscheidet sich vom Rest Sardiniens – die Genueser waren hier und noch heute hört man das.

Unter Feinschmeckern ist die Insel ebenfalls bekannt; hier wir gegessen, was das Meer frisch hergegeben hat. Überhaupt ist die Insel reich von der Natur gesegnet: Grüne Hügel, eine abwechslungsreiche Küste mit bizarren Felsformationen und schönen Stränden. Ein wunderbarer Abstecher ist das LIPU-Naturreservat und das Naturschwimmbecken Trogiu mit seltenen Vogelarten und grandioser Landschaft. Oder wie wäre es mit einem Besuch des Punta delle Oche, einer Klippe, die schroff zum Meer hin abfällt und einer Grotte mit gleichem Namen. Die Grotte Punta delle Oche lässt sich nur mit dem Boot erreichen, sie ist auch für Taucher äußerst spannend. Auch die Cala Lunga auf San Pietro ist ein beliebter Tauchspot.

Die größere Insel Sant’Antioco (Isola di Sant’Antioco) ist ohne Fähre erreichbar – sie ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Die Stadt Sant’Antioco liegt auf einer großen archäologischen Fundstätte, Teile davon können in der Basilica di Sant’Antioco besichtigt werden. Die zweite Siedlung auf der Insel – Calasetta – ist vor allem als Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Carloforte wichtig.

Sulcis-Gebirge, Monte Arcosu und mehr

Das Sulcis-Gebirge bietet zahlreiche Trails und ein Naturschutzgebiet namens Monte Arcosu. Hier lassen sich sowohl schwerere als auch ganz einfache Touren unternehmen. Mehr zum Gebirge Sulcis und Monte Arcosu findet Ihr im Beitrag rund um Gebirge auf Sardinien. Auch Carbonia hat Einiges zu bieten: Hier findet sich wenige Kilometer von der Stadt entfernt die Grabungsstätte Monte Sirai. Hier findet Ihr eine phönizisch-punische Stadt vor und bei Sirri eine Fundstätte aus der sardischen Jungsteinzeit. Die Nekropole von Montessu bei Carbonia zeigt eindrucksvoll die Felsengräber oder Domus de Janas auf Sardinien (mehr dazu im Beitrag historische Orte und Grabungsstätten auf Sardinien).

Das Bergwerk Grande Miniera die Serbariu ist zu einem Museum umgebaut worden und bietet Einblicke in den Bergbau vergangener Zeiten auf Sardininien. Auch das Museums- und Bergwerksdorf Rosas in Narcau erzählt von der Geschichte des Bergbaus.

Bei Santadi finden sich darüber hinaus die Grotten „Is Zuddas“, die aus mehrere Sälen bestehen und rund 1.600 Meter tief sind (davon können rund 500 Meter besichtigt werden), die sich in das Kalkgestein des Monte Meana gefressen haben. Steilküsten-Abschnitte, höhere Berge, Schluchten und weitere Höhlen mit wilder Natur können im Rahmen von Ausflügen in Richtung Norden (Nebida, Buggeru) erkundet werden. Mit den vielen Stränden entlang der Küste ergibt sich damit eine vielseitige Region, die Historie, Natur, Strände und kulinarisches Erleben miteinander verbinden.

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